Ursprünglich wollte ich mich hier beim Barcamp Bodensee der Session von Roland zur Internationalisierung anschließen, mich interessieren allerdings eher internationale Webseiten, sein Fokus war auf der Zusammenarbeit in internationalen Teams.
Gleich um 11 heute morgen war ich daher etwas überrascht, dass so viele Leute interessiert waren… der “maximal 15 Leute” Raum 4 war wohl mit mindestens doppelt so vielen gefüllt.
Gut zu hören, dass andere Projekte ähnliche Internationalisierungsprobleme hatten wie wir mit kindo. Und hat mich gefreut von mehreren Leuten zu hören, dass Euch die Session was gebracht hat. Für mich wars auch interessant.
Danke fürs kommen und zum rekapitulieren hier die Folien. (Für Leute die nich dabei waren wohl nur weniger interessant, viel Content war nur gesprochen.)
Cooler erster Tag… gutes Frühstück in der beeindruckenden Umgebung am See, nette Einführung, Finanzierung von Startups, die Zukunft von Blogs (mit Oliver Gassner und Robert Basic, siehe Foto), Automatisierung in der Softwareentwicklung, virtuelle Güter, Fußball-Länderspiel auf Großleinwand und viel Zwischendurch und Drumrum.
Morgen würde ich gerne noch bisschen über die Internationalisierung von Webdiensten reden! Hoffe da findet sich ne spannende Gruppe und einige gute Erfahrungsberichte dazu.
Inzwischen schon in Friedrichshafen gelandet freue ich mich auf mein erstes Barcamp in Deutschland. 180 Leute haben zugesagt und ich hoffe auf spannende Themen, interessante Diskussionen und neue Kontakte.
Wer noch kurzfristig vorbeikommen will, nur zu. Hier gibts alle weiteren Infos zum bcbs.
Eine meiner Lieblingsinternetseiten in letzter Zeit ist TED.com, eine Konferenzreihe über “Technology, Entertainment, Design” mit erstklassigen Rednern zu unterschiedlichsten Themen, und alle Vorträge online unter Creative Commons Lizenz.
Dieses Wochenende ist mir dieser Minivortrag über das US-amerikanische Mediensystem in die Hände gefallen, inklusive einer Weltkarte mit der Verteilung der Berichterstattung nach Ursprungsländern in den großen US Medien. Unglaublich wie US-fokussiert die Nachrichten dort sind, und wie sehr der Irak alles außerhalb den USA dominiert. Europa existiert fast überhaupt nicht, ganz zu schweigen von Indien, China oder Russland. Die Umfrageergebnisse die Alisa Miller präsentiert scheinen darauf hinzudeuten, dass ein gewisses Interesse “der Amerikaner” für internationales Geschehen durchaus vorhanden ist, oder sogar wächst.
Weiss jemand ob es ähnliche Karten der Berichterstattung in deutschen Medien gibt? Ich vermute mal dass es da gar nicht so viel besser aussieht…
Weitere vorsichtige Schritte nach vorne für die rückwärtsgewandte und verklagungsfokussierte Musikindustrie: Nach iTunes im letzten Jahr schafft nun auch Napster seinen proprietären Kopierschutz (DRM) ab, der die dort heruntergeladene Musik auf spezielle Abspielgeräte begrenzt und vor dem unbegrenzten kopieren schützen sollte. Das jedenfalls berichten Gizmodo und USAtoday. Zwar hofft man wohl in erster Linie darauf einige der Millionen von iPod-Nutzern zum Umstieg von iTunes bewegen zu können (was bisher durch das DRM verhindert wird), aber offenbar spielt auch ein langsames Umdenken der Verantwortlichen eine Rolle.
Die Details zeigen, dass man noch weit davon entfernt ist illegale downloads durch vernünftige eigene Angebote überflüssig zu machen: Die Musik-Flatrate wird weiterhin kopiergeschützt bleiben, was noch nach zu vollziehen sein mag. Aber die Preise für den Download der MP3s (ab 1€ pro Song, 10€ pro Album) sind auf einem Niveau, das man auch als eine Beleidigung für die ökonomische Intelligenz von Musikfans bezeichnen kann. Das mag mit Teilen der Mac-nutzenden Oberschicht funktionieren, aber auch iTunes wird es so schwer haben den geizgeilen Mainstream oder Studenten zu überzeugen.
Keine Margen für Einzelhändler, keine Produktion von CDs, Hüllen und Booklets, keine Verpackung… Musikhörer sind garantiert bereit die pro Lied minimalen Lizenzgebühren an Musiker zu bezahlen und sogar einen fairen Aufpreis für die Marketingmaschinerie der Labels. Die Musikindustrie wird nicht drumrum kommen ihre Preispolitik genauso wie ihre Kostenstrukturen mittelfristing denen der Onlineindustrie anzunähern. Oder gleich den Schritt vom Download zum Streaming machen (a la Spotify) der DRM ebenfalls überflüssig macht – naja das wäre innovationstechnisch dann doch etwas zu viel verlangt.
In London finden viele offene Veranstaltungen statt, wie die Internetworld oder Nesta. Einige der spannendsten Zusammenkommen allerdings sind nur für geladene Gäste, so fand in den letzten zwei Tagen das europäische “Zeitgeist Partner Forum” von Google statt, bei dem neben Sergey und Larry, intelligenten Köpfen der europaweit wichtigsten Partner von Google auch der britische Ministerpräsident Gordon Brown vertreten war.
Eine Sammlung der teilweise hoch interessanten Vorträge auf dieser – auch in der Blogosphäre wenig beachteten – Veranstaltung findet sich jetzt auf YouTube. Auch wenn die persönliche Kommunikation mit Teilnehmern auf der Veranstaltung wesentlich wertvoller gewesen wäre, geben einige Videos einen guten Eindruck. Besonders empfehlen kann ich die relativ umoderierte Fragestunde mit Eric Schmidt, Sergey und Larry:
Die Londoner Internetszene trifft sich auch dieses Jahr wieder bei der Internetworld 08. Eine kostenlose (!) Messe für die Internet und Technologiebranche im Konferenzzentrum im Südwesten der Stadt, nur 10 Minuten vom Kindo-Büro.
Keine Frage also, dass wir auch vorbeischauen mussten… Insbesondere nach einer mittelmäßigen Rede des LinkedIN Europachefs Kevin Eyres und leicht überteuertem Carlsberg war der Pitch von Nils und Gareth für den First Tuesday - Wettbewerb “UK’s Most Promising Internet Company 2008″ eine richtige Erfrischung! Kindo auf der Bühne des “Keynote Theatre”
Mit einer feinen und interaktiven Präsentation war Kindo beim letzten Mini-Barcamp (Minibar) am Freitag in Ost-London (Shoreditch) vertreten. Neben Red Stripe gab es sehr gutes Feedback und interessante Kontake.
Die von dem Deutschen Christian Ahlert von openbusiness organisierte Veranstaltung ist in den letzten Monaten von einigen Dutzend auf knapp 300 Besucher angewachsen alle aus dem Londoner Internet und Technologie-Branche. Hat uns sehr gefreut Kindo auf dieser sehr inspirierenden Veranstaltung kurz vorzustellen.
Die Folien meiner kleinen Kindo Präsentation gibts jedenfalls hier (leider ohne unsere Stimmen):
Man erinnert sich noch an die erste CD: wow, keinen Bandsalat mehr, das Ende der Kassetten. Und an die letzte: wow, keine CD mehr in den Player schieben, alles digitalisiert, einfach iTunes auf und play drücken. Und jetzt Spotify - iTunes ohne eigene Musiksammlung, sondern mit riesigem Musikarchiv im Netz: wow, kein Sammeln mehr nötig, nur noch spielen.
Mein Kollege Martin hat mir Spotify gezeigt und mir über seinem Freund Andreas, der dort CTO ist, eine Betaeinladung zukommen lassen. Eine kleines Programm, kurz installiert und los geht die Musik. Mit einem Klick Musik hören nach Musikstil, personalisiert über Playlisten oder Suchen nach speziellen Liedern… Wem Pandora schon gefallen hat, der wird Spotify lieben. Spotify ist quasi “unlimited iTunes Store”, vermutlich werbefinanziert und daher möglicherweise kostenlos (jetzt in der Betaphase sowieso). Das hört sich für mich ziemlich nach der Zukunft an.
Ja, Musik sammeln macht Spaß und süchtig. Aber die Sammlung pflegen kostet Zeit, Geld und Nerven. Und eigentlich will man nur Musik hören.
Für mich ist der Zeitpunkt noch nicht gekommen, wo ich mich von meiner Musiksammlung gänzlich verabschieden kann. Dazu ist auch das Internet noch nicht ubiquitär genug. Spotify funktioniert natürlich nur mit Internetverbindung, erst Laptops mit eingebautem UMTS oder ähnlichem Breitbandinternet würde Musik bei Spotify also gleich gut verfügbar machen wie die eigene Musiksammlung… Aber zu Hause oder im Büro ist das kein Problem.
Eine ausführliche Beschreibung von Spotify gibts auch bei Martin von zweinull, einen guten Überblick über andere neue Alternativen im Musikbereich bei Markus von Kosmar.
Ich wünsche den Jungs aus Stockholm (die vorher übrigens erfolgreich Tradedoubler gegründet, groß gemacht und verkauft haben) jedenfalls viel Erfolg bei den Verhandlungen mit der Musikindustrie. Auf dass es schnell geht, dieser neue Weg der Verbreitung von Musik erfolgreich wird und Musik weiter demokratisiert.