{"id":236,"date":"2011-06-30T13:31:27","date_gmt":"2011-06-30T11:31:27","guid":{"rendered":"http:\/\/ruckh.org\/travel\/?p=236"},"modified":"2012-10-23T06:52:47","modified_gmt":"2012-10-23T04:52:47","slug":"welcome-to-mongolia","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ruckh.org\/travel\/2011\/06\/welcome-to-mongolia\/","title":{"rendered":"Welcome to Mongolia"},"content":{"rendered":"<p>Um 5 Uhr morgens weckte uns die Provodnitsa &#8211; in einer Stunde w\u00fcrde der Zug in Ulanbaatar ankommen. Die Landschaft, die draussen vor dem Zugfenster vorbeizog, hatte sich \u00fcber Nacht von steppen\u00e4hnlicher Taiga zu einer M\u00e4rchenlandschaft verwandelt. Sanfte H\u00fcgel, die mit Gras \u00fcberzogen waren das aussah wie ein riesiger ausgerollter Teppich. Ins Morgenlicht getaucht sah die Landschaft aus wie das Auenland aus &#8218;Herr der Ringe&#8216;. Ab und zu Herden von Schafen oder Pferden, und hin und wieder eine runde H\u00fctte mit spitzem Dach: Jurten, die traditionellen Unterk\u00fcnfte der Nomaden. <\/p>\n<p>Auf dem Bahnsteig in Ulanbaatar wurden wir von einer Frau angesprochen, die uns ein Doppelzimmer f\u00fcr 10 Dollar anbot. Da wir noch keine Unterkunft hatten, es 6 Uhr morgens war und es regnete, konnten wir dem Angebot nicht widerstehen &#8211; und stiegen zusammen mit zwei Franzosen, die wir im Zug kennengelernt hatten, in ihr Auto. Es stellte sich raus, dass sie Englischlehrerin war, im 6. Monat schwanger, und ihr monatliches Einkommen von umgerechnet 150\u20ac in den Sommerferien dadurch aufbesserte, dass sie ihre 3-Zimmer-Wohnung in einem Apartmentblock zum G\u00e4stehaus umfunktioniert hatte. Als wir ankamen, wurde uns das Schlafzimmer angeboten, die beiden Franzosen (die \u00fcbrigens beide Nicholas  hei\u00dfen) kamen im zum Schlafsaal umfunktionierten Wohnzimmer unter (hier standen 3 Stockbetten). Bogi, unsere Gastgeberin, machte uns zum Fr\u00fchst\u00fcck Spiegeleier und mongolischen Milchtee, und verbreitete von Anfang an eine unglaubliche Atmosph\u00e4re der Gastfreundschaft. Sie erz\u00e4hlte uns, dass sie in einer Jurte in einer Nomadenfamilie aufgewachsen war und Ulanbaatar eigentlich nicht leiden kann. Sie tr\u00e4umt davon eines Tages ein richtiges G\u00e4stehaus aufzumachen &#8211; bis dahin schl\u00e4gt sie sich als schlechbezahlte Lehrerin durch und f\u00e4hrt jeden Morgen um 6 (wenn der einzige t\u00e4gliche Zug aus Russland ankommt) zum Bahnhof um Reisende zu finden die bei ihr \u00fcbernachten wollen.<br \/>\nF\u00fcr uns war es ein Gl\u00fcckstreffer &#8211; so hatten wir die Chance einen Einblick in das echte Leben in der Mongolei zu bekommen. <\/p>\n<p>Unser erster Ausflug an diesem Morgen in Ulanbaatar f\u00fchrte uns zu Gandan Khiid, dem gr\u00f6\u00dften buddistischen Kloster der Mongolei. Verzierte Tempelgeb\u00e4ude, eine unglaublich gro\u00dfe vergoldete Buddhastatue (26m hoch!), Gebetsm\u00fchlen (ja die gibt&#8217;s wirklich!) und herumeilende M\u00f6nche in orange-roten Roben lie\u00dfen uns begreifen, dass wir nun in Asien sind &#8211; dass wir tats\u00e4chlich auf dem Landweg bis hierher gekommen sind f\u00fchlte sich schon nach einem kleinen Meilenstein an. Die M\u00f6nche hielten gerade ihre morgendliche Gebetszeremonie ab, und wir konnten uns an der Seite in den Tempel setzen und das Ganze miterleben. Der murmelnde Singsang, das Trommelschlagen, Pfeifen auf H\u00f6rnern und die Weihrauchschwaden waren irgendwie wie ein Willkommenskonzert f\u00fcr uns in Asien. <\/p>\n<p>Wir sind gespannt auf diesen neuen Abschnitt unserer Reise!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ruckh.org\/travel\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/20110630-074149.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ruckh.org\/travel\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/20110630-074149.jpg\" alt=\"20110630-074149.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ruckh.org\/travel\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/20110630-074209.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ruckh.org\/travel\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/20110630-074209.jpg\" alt=\"20110630-074209.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ruckh.org\/travel\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/20110630-074314.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ruckh.org\/travel\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/20110630-074314.jpg\" alt=\"20110630-074314.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ruckh.org\/travel\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/20110630-074425.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ruckh.org\/travel\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/20110630-074425.jpg\" alt=\"20110630-074425.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"wp-flattr-button\"><a href=\"http:\/\/ruckh.org\/travel\/?flattrss_redirect&amp;id=236&amp;md5=25ad8e1076939ef559896933f44069d7\" title=\"Flattr\" target=\"_blank\"><img src=\"http:\/\/ruckh.org\/travel\/wp-content\/plugins\/flattr\/img\/flattr-badge-large.png\" srcset=\"http:\/\/ruckh.org\/travel\/wp-content\/plugins\/flattr\/img\/flattr-badge-large.png\" alt=\"Flattr this!\"\/><\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um 5 Uhr morgens weckte uns die Provodnitsa &#8211; in einer Stunde w\u00fcrde der Zug in Ulanbaatar ankommen. 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