{"id":793,"date":"2011-09-03T18:55:05","date_gmt":"2011-09-03T16:55:05","guid":{"rendered":"http:\/\/ruckh.org\/travel\/?p=793"},"modified":"2012-10-24T07:06:55","modified_gmt":"2012-10-24T05:06:55","slug":"tschus-china-hallo-sudkorea","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ruckh.org\/travel\/2011\/09\/tschus-china-hallo-sudkorea\/","title":{"rendered":"Tsch\u00fc\u00df China, hallo S\u00fcdkorea"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/ruckh.org\/travel\/?attachment_id=800\" rel=\"attachment wp-att-800\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-800\" title=\"Deutsche Stra\u00dfe - Qingdao\" src=\"http:\/\/ruckh.org\/travel\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/IMG_9424-683x1024-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" \/><\/a>Unsere letzte Station in China war Qingdao. Unter Kaiser Wilhelm II war die Stadt ein deutscher Kolonial-Handelsst\u00fctzpunkt, und wir f\u00fchlten uns hier ab und zu als ob man durch eine Fussg\u00e4ngerzone irgendwo in Deutschland bummelt. Es gibt hier sogar eine &#8222;Deutsche Stra\u00dfe&#8220;, in der nicht nur eine Menge Geb\u00e4ude aus der Kolonialzeit erhalten geblieben sind, sondern auch die Stra\u00dfenschilder chinesisch-deutsch sind und Gesch\u00e4fte &#8218;Deutsche Produkte&#8216; vertreiben &#8211; haupts\u00e4chlich Bier, und ansonsten viele Hausmarken-Produkte deutscher Supermarktketten (Billig-Schokolade von Lidl wird da als deutsche Spezialit\u00e4t angeboten). Dazu hat Qingdao ein eigenes lokales &#8222;deutsches&#8220; Bier. Die Brauerei Tsingtao ist ein \u00dcberbleibsel der Kolonialzeit, und nun die beliebtesten Biermarke in China.<\/p>\n<p>Dass wir immer noch in China waren, daran wurden wir durch die Horden chinesischer Touristen erinnert, die selbst morgens um 8 schon den Strand zum Fotografieren bev\u00f6lkerten und uns beim Postkartenschreiben sowas von neugierig und schamlos \u00fcber die Schulter schauten, dass Mario vorschlug, wir sollten vielleicht im Gegenzug anfangen, in ihren Handtaschen zu w\u00fchlen. Aber so ist das eben manchmal mit kulturellen Gegens\u00e4tzen&#8230;<\/p>\n<p>So gut uns China insgesamt gefallen hat, so gingen uns doch nach 6 Wochen hier manche Dinge auf die Nerven. Die Menschenmassen \u00fcberall waren eines davon. An diesem letzten Nachmittag schlenderten wir durch die Stadt, und fanden uns pl\u00f6tzlich inmitten eines riesigen Fotoshootings wieder. Ohne \u00dcbertreibung waren auf dem Kirchplatz etwa 40 Brautpaare versammelt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ruckh.org\/travel\/?attachment_id=801\" rel=\"attachment wp-att-801\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-801\" title=\"Hochzeits-Madness\" src=\"http:\/\/ruckh.org\/travel\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/IMG_7639-1024x245-600x143.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"143\" \/><\/a><\/p>\n<p>Jedes machte mit seinem eigenen Fotografen Hochzeitsbilder. Es war total absurd und wirkte fast surreal. Die Br\u00e4ute beschimpften sich gegenseitig wenn die eine der anderen ins Bild lief, und die Fotografen lagen alle auf dem Boden und fotografierten nach oben, um die anderen Brautpaare nicht auf ihren h\u00f6chst individuellen Fotos zu haben. Es war irgendwie die Synopsis unserer Erfahrung, dass in China immer alles in Massen passiert, und dass die Neureichen der aufstrebenden Mittelschicht alle genau das gleiche machen wollen. Und offensichtlich geh\u00f6rten in Qingdao Hochzeitsfotos vor dieser protestantischen Kirche mit deutscher Architektur dazu.<\/p>\n<p>Als uns am Abend der chinesische Beamte den Ausreisestempel in den Pass dr\u00fcckte (nachdem er sich nochmal vergewissert hatte<a href=\"http:\/\/ruckh.org\/travel\/?attachment_id=802\" rel=\"attachment wp-att-802\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-802\" title=\"F\u00e4hre\" src=\"http:\/\/ruckh.org\/travel\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/0009-Korea-1024x683-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/a> was von &#8218;Dr. Ruckh geb. Rist&#8216; nun denn mein Familienname sei &#8211; das neue Unget\u00fcm in meinem Pass hat nun schon einige Grenzbeamten verwirrt), f\u00fchlten wir uns bereit f\u00fcr ein neues Abenteuer. Aber auch f\u00fcr k\u00fcrzere Distanzen: In China haben wir in den letzten sechs Wochen fast 10 000 Kilometer zur\u00fcckgelegt.<\/p>\n<p>An Bord der &#8218;Weidong Ferry&#8216; liefen wir am n\u00e4chsten Morgen nach 11h \u00dcberfahrt durchs Gelbe Meer in den Hafen von Incheon ein. S\u00fcdkorea empfing uns mit strahlend blauem Himmel, klarer Luft (der Unterschied zur Luftverschmutzung in chinesischen Gro\u00dfst\u00e4dten schien f\u00f6rmlich greifbar) und der unkompliziertesten Einreise seit wir die EU verlassen haben. Zweieinhalb Wochen in diesem Land &#8211; wir werden berichten.<\/p>\n<p class=\"wp-flattr-button\"><a href=\"http:\/\/ruckh.org\/travel\/?flattrss_redirect&amp;id=793&amp;md5=7646c980c79bf9a702740f321c78d067\" title=\"Flattr\" target=\"_blank\"><img src=\"http:\/\/ruckh.org\/travel\/wp-content\/plugins\/flattr\/img\/flattr-badge-large.png\" srcset=\"http:\/\/ruckh.org\/travel\/wp-content\/plugins\/flattr\/img\/flattr-badge-large.png\" alt=\"Flattr this!\"\/><\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere letzte Station in China war Qingdao. Unter Kaiser Wilhelm II war die Stadt ein deutscher Kolonial-Handelsst\u00fctzpunkt, und wir f\u00fchlten uns hier ab und zu als ob man durch eine Fussg\u00e4ngerzone irgendwo in Deutschland bummelt. 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